Gus Black

Gus Black

Vorname: Gus
Name: Black
Geb.: 25.02.1824 in Vicksburg
Staat: Mississippi
Ich bin am 25.02.1824 in Vicksburg geboren. Diese Stadt am Mississippi hatte die meisten Baumwollproduktionen im Land. Da es bei uns zu hause eher knapp mit dem Geld aussah, hatte ich eine dürftige Schulbildung. Stellenweise konnte ich gar nicht gehen, weil es nicht reichte, um die Schule zu bezahlen.

Dennoch erlernte ich das Schreiben, Lesen und Rechnen. 1839 mit 15 Jahren fing ich als Hafenarbeiter, am Hafen vom Mississippi an zu arbeiten. Damit unterstützte ich meine Familie finanziell. Dieser Arbeit ging ich 10 Jahre nach. 1849 trat ich der Armee der Union bei, jedoch diente ich mich nie hoch. Ich kümmerte mich um die Pferde und erlernte das Reiten. Auch war es meine Aufgabe die Wagen der Armee zu pflegen und eventuelle Reparaturen durch zu führen. Mein Lebensunterhalt war dadurch erst ein Mal gesichert und meine Eltern konnte ich auch weiterhin unterstützen. Als 1861 der Bürgerkrieg anfing änderte sich mein Leben grundsätzlich. Dieser Krieg hinterließ ein Bild des Grauens. Schließlich kam es 1863 zu der Schlacht um Vicksburg. Wir verteidigten sie hart und bis aufs letzte. Die Union brauchte drei Anläufe um die Stadt, in der ich lebte, einzunehmen. Ein Bild der Verwüstung blieb zurück. Nicht nur dass ein Großteil der Stadt in Trümmern lag, nahm diese Schlacht auch das Leben meiner Eltern. Ich sah keinen Sinn mehr länger in Vicksburg zu verweilen. Also schloss ich mich einer Gruppe Soldaten an, die auf dem Weg nach Texas waren. Völlig erschöpft kamen wir an und zwei Tage später wies man uns unsere neuen Aufgaben zu. Wieder war ich für die Pferde, das Zaumzeug und etc. zuständig. Auch für die Abholung neuer Tiere war ich verantwortlich. Diese bezogen wir von einer nahe gelegenen Ranch, die auch eine Menge Rinder hatte. Als ich von da wieder ein Mal Pferde holen sollte, fiel mir eine Frau auf. Sie stand nicht mit schönen Kleidern da, wie man es eigentlich gewohnt war. Nein sie hatte dreckige Cowboy- Kleidung an und arbeitete hart. Da das für die damaligen Verhältnisse eher ungewöhnlich war, wurde ich neugierig und wollte mehr über sie wissen. So ritt ich, wie es mir die Zeit und der Krieg erlaubten, immer wieder auf die Ranch. Wir redeten viel. Aus den heimlichen Treffen und den Liebeleien wurde mehr. Schließlich heirateten wir 1864. Der Krieg riss uns jedoch immer wieder auseinander. Stellenweise sahen wir uns wochenlang nicht. 1865 kapitulierten auch wir und endlich war es vorbei. Nun konnte ich zu meiner Frau. Wir kauften von dem Besitzer der Ranch, Herrn Charles Goodnight, ein Stück Land und bauten uns eine kleine Farm. In diesem Jahr kam auch unser Sohn Kenny zur Welt. Jetzt erlernte ich die Arbeit der Cowboys. Auf der Ranch nannten mich alle Mc Free. 1866 trieb ich mit 17 weiteren Cowboys für Herrn Goodnight 2000 Rinder. Der Trail verlief von den südlichen Weideflächen, am Colorado River, von Texas zu erst in Richtung Westen nach Pecos. Von da aus ging es am gleichnamigen Fluss am westlichen Ufer weiter, vorbei am damaligen Lincoln County nach Fort Sumner. Als wir die Rinder abgeliefert haben, machte ich mich sofort auf den Heimweg. Da begegnete ich einem völlig abgemagerten weißen Mädchen, das aus damals unerklärlichen Gründen meine Sprache nicht verstand. Ich habe sie zu uns auf die Farm mitgenommen, da ich befürchtete, dass sie in dieser Gegend und in ihrem Zustand nicht viele Überlebenschancen hatte. Sie lebte fortan bei uns

Adresse

American Living History Club Wild East e.V.
Vereinsgelände Wild East-Town
Paul-Lorenz-Str. 52
D-08060 Zwickau