John Eries

John Eries

geb. am 22.07.1836 in Illinois (Illinois wurde am 03.12.1818 als 21. Bundesstaat aufgenommen)
Meine Eltern John und Rosi Eries sind 1824 von Deutschland nach Amerika eingewandert, wo sie sich mit dem Ersparten ein kleines Stück Land kauften und eine kleine Farm errichteten. Durch den Bau der Farm schwanden die finanziellen Mittel bei meinen Eltern und ich konnte nur notdürftig gelehrt werden. Jede freie Zeit, die mein Vater hatte, nutzte er, mir das Lesen, Schreiben und Rechnen zu lehren.

Ansonsten musste ich auf der Farm mit helfen. Angefangen vom Zaun- bau bis zum Pflügen unseres kleinen Feldes. Überwiegend hatten wir Mais angebaut, da dieses Land fruchtbar für dieses Gemüse war. Das sollte aber nicht mein Leben werden. Durch ansteigende Streitereien zwischen mir und meinem Vater, verlor ich die Lust an der Farm. So beschloss ich einen Weg zu nehmen der mein Leben grundsätzlich ändern sollte. 1861 stahl ich meinen Eltern die Hälfte der Ersparnisse, packte meine Sachen und zog ins Land, Richtung Süden. Ein ganzes Jahr sollte vergehen, bis ich mich einer Gruppe Rebellen anschloss und mit Ihnen an der Seite der Konföderierten kämpfte. Als ich sah, dass der Krieg sinnloses Schlachten war, floh ich von der Front und versteckte mich ein paar Jahre in den Wäldern des Südens. Ich raubte umherziehende Menschen aus, um Überleben zu können. Ich stahl Lebensmittel, Kleidung und deren Geld. Auch wagte ich mich in die Nähe kleiner Farmen und beobachte deren Verhalten. So bekam ich mit, wann die Farm leer war und ich meine Raubzüge durchführen konnte. So nahm meine kriminelle Laufbahn Ihren Weg.
Am späten Nachmittag des 14. Juli 1864 kehrte ich nach einem Raubzug in mein Versteck zurück. Da angekommen wurde ich nicht gerade freundlich von einer Gruppe Männer empfangen, der Murphy-Bande. Sie holten mich vom Pferd, welches ich von einem Raubzug erbeutet hatte und banden mich an einem Baum. Nun musste ich zusehen, wie sie meine Lebensmittel verbrauchten. Nach einigen Fragen Ihrer Seite her, schloss ich mich Ihnen an. Ich zog zwei Wochen mit der Bande und erkannte dass sie dasselbe Leben teilten wie ich. Aber von den kleinen Raubzügen wurde man gierig auf mehr und wir beschlossen unseren ersten großen Überfall. Da der Bürgerkrieg noch im Gange war, wäre es naheliegend das wir einen Zug überfallen. Einer der Nachschub für den Krieg brachte. Waffen, Munition und Geld. Kein leichtes Unterfangen mit Acht Mann. Aber durch einen ausgearbeiteten Plan, sollte es funktionieren. Und so geschah es. Mit drei Mann Verlust, kehrten wir zurück und rühmten uns. Da wurde mir erst so richtig klar, dass es von meiner Seite her, auch bald den ersten Toten geben würde. Die Züge wurden nach einiger Zeit schwerer bewacht, so dass wir kaum noch eine Chance hatten. So beschlossen wir Postkutschen zu überfallen. Und da sollte es geschehen. Ein unglücklicher Zufall, und ich erschoss einen Älteren wohlhabenden Mann, der versuchte auf einen von uns zu schießen. Er sackte in sich zusammen und ich sah wie ihn sein Leben verließ. Alles was wir finden konnten nahmen wir mit und zogen uns in die Wälder zurück. Da angekommen wurde mir erst richtig klar, was gerade geschehen war. Und ich Übergab mich. Nach etlichen Postkutschen mehr, wurden wir in den Städten bekannt. Später sind dann noch Banken und Bahnhöfe dazu gekommen die wir überfielen. Bis 1869 sind etliche Morde und Überfälle auf mein Konto gegangen. Jetzt werde ich in einigen Bundestaaten steckbrieflich gesucht und bin immer auf der Flucht.

Adresse

American Living History Club Wild East e.V.
Vereinsgelände Wild East-Town
Paul-Lorenz-Str. 52
D-08060 Zwickau